Exklusive Datenanalyse

Neue Studie zeigt: 90 % der Bevölkerung konkurrieren um weniger als 45 % der online sichtbaren Facharzttermine

Zweiklassen-Medizin in Deutschland – Eine bundesweite Datenanalyse von 25.971 Ärztinnen und Ärzten aus neun Fachrichtungen untersucht erstmals systematisch den digital sichtbaren Zugang zu Facharztterminen – getrennt nach Versicherungsstatus.

Die Kernfrage

Der Unterschied beginnt nicht bei der Wartezeit – sondern beim Zugang

Gesetzlich Versicherte treffen bei der digitalen Arztsuche in vielen Regionen auf ein eingeschränktes Terminangebot. Ein erheblicher Teil der ausgewerteten Praxen zeigt online keine buchbaren Termine für diese Versichertengruppe an.

Dort, wo Termine verfügbar sind, warten gesetzlich Versicherte im Durchschnitt länger als privat Versicherte. Die Unterschiede zeigen sich über mehrere Fachrichtungen hinweg.

56% der Praxen nicht erreichbar für gesetzlich Versicherte und fast 20 Tage längere Wartezeit

Gesetzlich Versicherte starten die Arztsuche mit einer reduzierten Auswahl. Diese eingeschränkte Ausgangsbasis konzentriert die Nachfrage auf weniger Praxen und verlängert die Wartezeiten.

56,5%

der erfassten Ärztinnen und Ärzte zeigten keine online buchbaren Termine für gesetzlich Versicherte.

Durchschnittliche Wartezeit im Vergleich

PRIVAT VERSICHERTE

29,7 Tage

GESETZLICH VERSICHERTE

49,1 Tage

1,5 Minuten gegen 18 Minuten – so sieht die Realität für gesetzlich Versicherte aus

Die Modellrechnung zeigt: Auf einen GKV-Patienten entfällt rechnerisch rund ein Zwölftel der Arztzeit eines PKV-Patienten.

GKV

GESETZLICH VERSICHERTE

1,5

Minuten

Durchschnittliche Zeit pro Behandlungskontakt im Monat.

 

PKV

PRIVAT VERSICHERTE

18,1

Minuten

Durchschnittliche Zeit pro Behandlungskontakt im Monat.

 

Faktor 12,1

Ein PKV-Patient erhält im Durchschnitt mehr als das Zwölffache an Zeit pro Gespräch im Vergleich zu einem GKV-Patienten.

Regionale Unterschiede: Wie stark variieren Zugang und Wartezeit?

Die Ergebnisse zeigen bundesweit konsistente Muster – jedoch mit teils erheblichen regionalen Abweichungen. In einzelnen Städten ist nahezu jede zweite Praxis bestimmter Fachrichtungen für gesetzlich Versicherte online nicht erreichbar. Wo Termine verfügbar sind, zeigen sich teilweise deutliche Wartezeitunterschiede.

Hamburg

HH

Berlin

B

Köln

K

München

M

Frankfurt

F

Hannover

H

Mainz

MZ

Dortmund

D

Stuttgart

S

In Köln warten GKV-Versicherte 49 Tage länger auf einen Termin beim Urologen.

Das Beispiel Köln zeigt, was sich in den Daten als konsistentes Muster bestätigt: In der Urologie warten gesetzlich Versicherte dort im Durchschnitt rund 49 Tage länger auf einen Termin als privat Versicherte.

GKV: frühester Termin am 15. Oktober
PKV: frühester Termin am 5. September

Dieser Wert ergibt sich aus realen, online buchbaren Erstterminen im Erhebungszeitraum – nicht aus Schätzungen oder Befragungen.

Mai
Juni
Juli
August
Gesetzlich versichert
Frühester Termin +49 Tage
MoDiMiDoFrSaSo
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28

Die vollständige Studie enthält differenzierte Auswertungen für nahezu alle Bundesländer sowie neun medizinische Fachrichtungen.

Methodik in Kürze

25.971 Ärztinnen und Ärzte, 9 Fachrichtungen – reale Termine statt Befragungen

Die Analyse basiert auf öffentlich sichtbaren, online buchbaren Terminen einer der größten Terminplattformen in Deutschland. Es handelt sich nicht um Befragungsdaten, sondern um reale, unmittelbar buchbare Termine.

Untersucht wurden 25.971 Ärztinnen und Ärzte aus neun Fachrichtungen im Zeitraum vom 18. Oktober bis 6. November 2025.

Hinweis: Die Studie bildet ausschließlich die online sichtbare Terminverfügbarkeit ab und erhebt keinen Anspruch auf vollständige Abbildung der gesamten ambulanten Versorgungsrealität.

25.971

Ärztinnen und Ärzte analysiert

9

Relevante Fachrichtungen

Reale Termine statt Schätzungen

Auswertung tatsächlich online buchbarer Termine

Große Datenbasis

Auf Basis einer großen Anzahl real verfügbarer Online-Termine

Weitere Materialien für Medien & Presse

Alle wichtigen Inhalte der Studie – bereit für Ihre Berichterstattung.

PDF • 38 Seiten

Der Zugang entscheidet: Wer in Deutschland wirklich Arzttermine bekommt

Eine datenbasierte Analyse real verfügbarer, online buchbarer Termine zeigt erstmals, wie stark sich der Zugang zu Facharztterminen nach Versicherungsstatus unterscheidet – und warum Wartezeiten nur die halbe Wahrheit sind.

19,4 Tage längere Wartezeit

Für GKV Patienten und Patientinnen

25.971 Ärzte und Ärztinnen

Reale Termine statt Befragungen

PNG • 3,7 MB
Fertige Grafiken für Medien & Artikel

Alle zentralen Ergebnisse der Studie als sofort nutzbare Grafiken – optimiert für Presse, Online-Artikel und Social Media.

JPG • 135 MB
Autorenbilder & Zitate zur Studie

Hochauflösende Portraits von Dieter Homburg sowie prägnante Zitate und zentrale Aussagen zur Studie – direkt verwendbar für Artikel, Interviews und Berichterstattung.

PDF • 421 KB
Pressemappe zur Studie

Alle Inhalte zur Studie gebündelt: Executive Summary, Kernergebnisse, Methodik und Einordnung – kompakt aufbereitet für Medien, Artikel und Berichterstattung.

PRESSEKONTAKT

Ruben Schäfer