Seit ein paar Tagen wissen wir: Die gesetzlichen Krankenkassen erwirtschaften einen satten Überschuss – und trotzdem steigen die Beiträge. Millionen gesetzlich Versicherte dürften sich nun fragen: Wie kann das denn sein? Die Kassen melden gute Zahlen, doch auf meiner Gehaltsabrechnung spüre ich davon so gar nichts.
BILD und der Krankenkassen-Experte Dieter Homburg suchen nach Antworten.
Ein Überschuss bedeutet noch keine Entlastung
Laut Bundesgesundheitsministerium erzielten die 93 gesetzlichen Krankenkassen 2025 ein Plus von rund 3,5 Milliarden Euro. Aber zugleich liegen die Finanzreserven der Kassen nur knapp über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestniveau. Allein das zeigt: Das Milliarden-Plus ist kein frei verfügbares Polster. Es ist Teil eines Systems unter Druck.
Was steckt dahinter? Die Kassen kalkulieren langfristig, und die Kosten steigen seit Jahren schneller als die Einnahmen. Kurzfristige Überschüsse werden deshalb oft direkt als Reserve eingeplant. Beitragserhöhungen bleiben trotz Plus möglich. „Ein Überschuss bedeutet also nicht automatisch, dass das System finanziell entspannt ist“, erklärt Kassenexperte Dieter Homburg im Gespräch mit BILD.
Der Experte verrät sieben einfache Maßnahmen, um auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten das Geld zu finden, um für das Alter vorzusorgen.
Dieter Homburg ist der Inhaber des Fachzentrums Finanzen und Bestsellerautor des Buches „Altersvorsorge für Dummies“.
Er schreibt für den Focus und war schon mehrfach bei RTL zu sehen. In den letzten 20 Jahren hat er bereits über 5.000 Unternehmern, Freiberuflern und leitenden Angestellten dabei geholfen, über 100.000 Euro bei ihrer eigenen Altersvorsorge und Krankenversicherung einzusparen.